Heilverfahren

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In meiner Praxis setzte ich eine ganze Reihe unter­schied­licher Heil­ver­fahren ein.
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Curcuma – oral und als Infusion

Curcuma oder Gelbwurz ist eine dem Ingwer verwandte Heil- und Gewürzpflanze, die sowohl in der indischen Küche als auch Medizin (Ayurveda) seit mindestens 2000 Jahren eingesetzt wird. Da Curcuma den Gallenfluss anregt, wurde es traditionell bei Störungen der Fettverdauung und des Leber­stoffwechsels an­ge­wendet. Mittlerweile wurde aber entdeckt, das Curcuma stark antioxidativ wirkt, spezifisch Entzündungen hemmt und außerdem die Entgiftungsvorgänge des Körpers stimuliert. Bei Ratten wurden Nierenschädigungen durch Toxine spezifisch durch Curcuma gehemmt.

In den letzten Jahren ist die Pflanze in den Fokus der onkologischen Forschung geraten. Über 3000 Studien belegen eine krebshemmende Wirkung. Unter­suchungen im Labor zeigen eine außerordentlich starke und breite Wirkung auf Tumorzellen. So werden nicht nur Zellen von Dickdarm-, Brust-, Eierstockkrebs gehemmt, sondern auch Leukämiezellen.

Auch im Tierversuch wurden deutliche Effekte auf Magen-, Darm-, Haut- und Dickdarmkrebs beobachtet.

Bei Patientenversuchen konnten Tumorreduktionen bei Pankreaskarzinomen beobachtet werden, außerdem sank bei oraler Einnahme sowohl die Anzahl (mehr als 50%), als auch die Größe (mehr als 60%) von Darmpolypen, die eine Vorstufe von Dickdarmkrebs darstellen.

Das Problem der oralen Verabreichung von Curcuma ist, dass die Wirkstoffe schlecht resorbiert werden und von der Leber auch schnell wieder ausgeschieden werden. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die orale Einnahme vor allem bei Tumorarten wirkt, die beim Schlucken unmittelbarer erreichbar sind, wie Darm- oder Pankreastumoren. Da also die Resorption über den Darm eingeschränkt ist, ist es naheliegend, Curcumaextrakte über Infusionen zu verabreichen.

Curcuma und als Infusion

Bei Curcumainfusionen gibt es zwei Mög­lich­keiten: Die Verabreichungen von Cur­cumin­präparaten oder Curcuma-Gesamt­extrakten. Curcumin ist der Wirkstoff aus den Gelb­wurz­inhalt­stoffen (Curcuminoide), der den stärksten Effekt auf die Krebszellen entfaltet. Der Ge­samt­extrakt wiederum enhält zwar weniger Cur­cum­in, dafür aber alle in der Cur­cuma­pflanze enthaltene Wirkstoffe. Meiner Er­fahr­ung nach führt die Verabreichung des Ge­samt­extraktes nicht nur zu einer direkten Wirkung auf die Tumorzelle, sondern hat auch im­muno­logische Effekte. Etwa 1/3 der Patienten re­agiert mit Schüttel­frost und kurz­zeitigem, leichtem Fieber nach der Infusion.