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In meiner Praxis setzte ich eine ganze Reihe unter­schied­licher Heil­ver­fahren ein.
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Natürliche Hormontherapie

Natürliche Hormontherapie

Hormone sind Botenstoffe, die eine vielfältige Wirkung auf jegliches Gewebe des menschlichen Körpers haben. Verkürzt gesagt: Sie machen jung, schön und glücklich... Leider währt dieses Glück nicht lange. Schon vor dem 30. Lebensjahr beginnen die vormals sprudelnden Hormonquellen nach und nach zu versiegen bis nur noch ein armseliges Rinnsal übrigbleibt. Nach und nach beginnen sich die so genannten Alterserscheinungen einzustellen: Die Haut wird faltig, die Muskeln schlaff, die Vitalität, sexuelle Lust und Vermögen ebben ab. Dazu gesellen sich Depressionen, Schlafstörungen, Probleme des Gedächtnisses und der Konzentration oder es entstehen gar manifeste Erkrankungen wie gut- oder bösartige Tumoren, Osteoporose, Alzheimer, Herzinfarkte und Schlaganfälle. Offensichtlich ist der Mensch nicht für das höhere Lebensalter angelegt, das er durch vermehrte Nahrungsressourcen, hygienische und medizinische Verbesserungen erreicht. Man kann das nun durchaus so akzeptieren und für gegeben erachten. Vor allem aber, wenn Beschwerden massiv die Lebensqualität einschränken, ist die Gabe von natürlichen Hormonen durchaus eine Option.

Natürliche Hormone sind sicher und ungefährlich!

Die Hormonersatztherapie ist in Verruf geraten. Und das zu Recht! Über Jahre hinweg wurden Frauen mit hormonartigen Substanzen behandelt, die mit den menschlichen Hormonen wenig zu tun haben. Weil Natursubtanzen nicht patentierbar sind, wurden Östrogene aus Pferdeurin chemisch so verändert, dass sie als Arzneimittel verkauft werden konnten. Diese Hormone haben zwar durchaus starke Effekte auf den Körper, sind aber für ein bis zu einer Tonne wiegendes Tier ausgelegt und nicht für den menschlichen Organismus. Progesteron wurde ebenfalls so verändert, dass es patentierbar wurde. Keine Frau erfuhr, dass die zugeführten Hormone den menschlichen nicht im Geringsten glichen! Das Resultat? Ein Anstieg von Brustkrebs, Schlaganfällen, Herzinfarkten und Thrombosen wurde verzeichnet und die Hormonersatztherapie dadurch diskreditiert. Dabei konnten mehrere Studien (unter anderem die E3N Kohorten Studie, Breast Cancer Treat. 2008) zeigen, dass eine natürliche Hormontherapie z.B. keinerlei Erhöhung des Brustkrebsrisikos darstellt. Stattdessen gibt es viele positive Wirkungen der Hormone, wie Reduktion von Tumoren, Alzheimer, Herz-Kreislauferkrankungen und Verlängerung der Lebenszeit.

Einige Hormone und ihre Wirkungen

  • Progesteron: Gehört zu den Geschlechtshormonen, wirkt aber nicht verweiblichend. Ab dem 35. Lebensjahr sinkt der Spiegel bei der Frau merkbar: Schlafstörungen, Reizbarkeit, Menstruationsbeschwerden oder Depressionen resultieren. Mit der geplanten Schwangerschaft klappt es auch nicht. Stattdessen entstehen Myome oder Knoten in der Brust. Progesteron wirkt aber auch auf den männlichen Organismus: Auch hier verbessert es Schlaf, sorgt für Ausgeglichenheit und hält die Prostata klein. Außerdem wirkt Progesteron schützend auf Nervengewebe und könnte somit einer Multiplen Sklerose (MS) entgegenwirken. Auch bei hormoneller Migräne ist es eine wirksame Option.
  • Östrogen: Insgesamt gibt es drei verschiedene Östrogene: Östradiol, Östron und Östriol (auch: Estradiol, Estron und Estriol). Während Östradiol der Frau die Jugendlichkeit, Antrieb und Energie gibt, baut Estriol die Schleimhäute auf und schützt zusammen mit Progesteron vor Brustkrebs. Nachlassende Östrogen-Spiegel bewirken Hitzewallungen (auch beim Mann), Schlafstörungen, Osteoporose, vermehrte Harnwegsinfekte, Herzinfarkte, trockene Schleimhäute und Depressionen. Östrogene sind aber keine reinen Frauenhormone. Auch beim Mann stimulieren sie Knochenaufbau und regulieren wichtige Stoffwechselvorgänge, wie Kohlenhydratverwertung und Zelldifferenzierung.
  • Testosteron: Wie alle Hormone ist es bei beiden Geschlechtern wichtig. Es vermehrt die Libido (auch bei der Frau), die Muskelkraft und die Knochenmasse, reduziert das Bauchfett und gibt Energie. Testosteronmangel macht schlapp, müde, sexuell inaktiv und ängstlich.
  • DHEA: Gilt als das vitalisierende Jugendhormon. Obwohl es eine Vorstufe von Testosteron und Östrogen ist, hat es aber eigenständige Wirkungen. Es verjüngt die Haut, schützt die Gefäße, baut Fett ab und Muskeln auf, stimuliert das Immunsystem und das Knochenwachstum. Außerdem wirkt es antidepressiv, stressdämpfend und schützt die Nerven. Pregnenolon: Ist sozusagen die Mutter aller Hormone. Aus ihm entstehen Progesteron und DHEA, die jeweils wieder in andere Hormone verstoffwechselt werden. Auch dieses Hormon hat diverse eigenständige Effekte; wirkt vitalsierend und verbessernd auf die geistige Leistungsfähigkeit. Auch hat es eine ausgesprochen entzündungshemmende Wirkung und wurde deshalb gegen Arthritis und Rheuma eingesetzt, bevor es durch patentierbare aber nebenwirkungsreiche Kortisonverbindungen ersetzt wurde. Schilddrüsenhormone: Sie wirken wie der Motor des Stoffwechsels und beschleunigen und aktivieren diverse Vorgänge im Körper. In den letzten Jahren beobachten wir eine Zunahme von Schilddrüsenunterfunktionen, die durch Autoimmunprozesse ausgelöst werden. Leider werden sie von den konventionellen Ärzten oft nicht erkannt, weil manchmal die üblichen Laboruntersuchungen diese Störungen nicht zeigen. Der Patient leidet dann unter Übergewicht, Verstopfung, Müdigkeit und Depressionen und bekommt nicht selten Antidepressiva oder Psychotherapie verschrieben.
  • Melatonin: Ist nicht nur das Schlafhormon sondern hat zahlreiche gesundheitsfördernde Effekte. Scheint Krebs, Alzheimer, Diabetes und gastrointestinalen Krankheiten vorzubeugen.
  • Serotonin: Ist das Gute-Laune-Hormon und führt bei Mangel zu Depressionen und Verschlechterung der Gehirnleistung. Es regeneriert aber auch Leber und Pankreas und wirkt Diabetes entgegen.
  • Cortisol: Wird morgens ausgeschüttet und wirkt gegen Entzündungen, baut verschiedene Gewebe auf und wirkt ebenfalls vitalisierend. Cortisolmangel äußern sich häufig durch unerklärliche Erschöpfungszustände. Leider wurde Cortisol durch das von ihm abstammende, aber patentierbare Kortison und dessen unkontrollierter Einsatz in Misskredit gebracht.

Am Anfang steht die Symptomatik und der Laborbefund

Viele Beschwerden, die Patienten in die ärztliche Sprechstunde führen, könnten durch nebenwirkungsarme Hormongaben verbessert oder geheilt werden. Leider fallen durch die Nicht-Patentierbarkeit dieser natürlichen Substanzen hochwirkungsvolle Therapien durch das Raster der Schulmedizin. Selbst bei erkennbar hormonellen Beschwerden fällt den Frauenärzten oft nichts Besseres ein als die Pille zu verschreiben. In den letzten Jahren beschäftigen sich allerdings immer mehr Therapeuten mit dem Potenzial der natürlichen Hormontherapie.

Leidet der Patient unter entsprechenden Beschwerden, ist es oft sinnvoll die nötigen Laboruntersuchungen durchzuführen. Das setzt allerdings gute Kenntnis vom Zeitpunkt der Untersuchung und von der Art der Laboruntersuchung voraus. So muss z.B. der Progesteronspiegel bei der Frau zwischen dem 19.-21- Zyklustag untersucht werden, der Melatoninspiegel nachts und der Kortisolspiegel morgens. Manche Laboruntersuchungen werden besser aus dem Blut, andere aus dem Speichel untersucht. Anhand der Ergebnisse kann dann eine genau abgestimmte Therapie eingeleitet werden.

Hormone: Natürlich oder bioidentisch?

In meiner Praxis setze ich am liebsten bioidentische Hormone ein. Da Pflanzen wie die Yamswurzel oder die Sojabohne das chemische Grundgerüst der Hormone enthalten, lassen sich im Labor daraus ohne größeren Aufwand genau die gleichen Hormone herstellen, die auch im Körper gebildet werden. Sie wirken deshalb im Organismus vollkommen natürlich und bei richtiger Dosierung ohne jede Nebenwirkung. Der Einsatz der unveränderten Pflanzenhormone ist zwar definitionsgemäß natürlicher, kann aber niemals die gleichen, positiven und nebenwirkungsfreien Effekte haben, wie die der bioidentischen Hormone . Manche Hormone, wie Östrogen sollten besser als Creme verwendet werden, da sie bei der oralen Einnahme von der Leber in alle möglichen, unerwünschten Subtanzen umgebaut werden. Andere dagen, wie Progesteron, Melatonin, DHEA oder Cortisol können durchaus auch oral verabreicht werden.

Fazit: Natürliche Hormontherapie ist effektiv und sicher

Egal ob die Patienten unter Krankheiten oder nur Befindlichkeitsstörungen leiden, sie den Alterungsprozess verlangsamen und schwereren Krankheiten vorbeugen wollen, Hormone sind meist die beste Wahl. Oft verschwinden wie durch Zauberhand, als vollkommen natürlich empfundener Prozess, Krankheiten und Beschwerden. Hormone sind die idealen Medikamente: Zielgerichtet, wirksam und bei richtigem Einsatz und Dosierung vollkommen ohne Nebenwirkungen.